Kurz aber selten

Eine Episode – kurz, aber selten – von vielleicht fünfzehn Minuten verdient es an und für sich nicht, festgehalten zu werden. Die Umstände und der Ablauf sind es aber durchaus wert. Zu einmalig war der Verlauf. Nie zuvor, nie danach habe ich Ähnliches erlebt. Und, bei aller Bescheidenheit, ich habe einiges erlebt.
Wie auch immer. Karneval in der lachenden Sporthalle. Auftritt der Höhner. Die über die Grenzen Kölns bekannte Band elektrisierte und mobilisierte ihre Fans. Zu denen auch ich zählte. Weiterlesen

Vier auf einen Schlag

Nein, ich hatte mir keinen Harem zugelegt. Ich wollte lediglich meine drei Freunde und mich mit weiblicher Gesellschaft versorgen.
Der Reihe nach.
Sonntag. Wir waren zu viert. Alleine, ohne weibliche Begleitung. Der Planet am Firmament meinte es zu gut.
„Bei diesem super Wetter wäre es doch toll, an einer Talsperre Boot zu fahren, Eis zu essen oder im schattigen Wald spazieren zu gehen“, schlug jemand aus der Gruppe vor.
„Stimmt. Aber mit Mädels wäre es perfekt“, korrigierte ich den Vorschlag. Weiterlesen

Zwischenbilanz

An dieser Stelle meiner persönlichen Reise durch die erotische Welt angelangt, wird es Zeit, einen eventuellen Irrtum richtigzustellen.
Die Vielzahl der erotischen Abenteuer mag den Eindruck vermitteln, dass mein Leben aus der Jagd nach Sex bestand. Dem ist nicht so. Absolut nicht. Ich vernachlässigte weder schulische Pflichten noch Beruf, Freunde oder meine Haustiere. Lediglich an den Wochenenden war Spaß angesagt.
Spaß muss nicht unbedingt gleich Sex sein? Einverstanden. Doch – wie man so sagt – erst einmal Blut geleckt, war das Verlangen nach mehr, kaum oder nicht zu stillen. Weiterlesen

Sekretärin

Irma. Sekretärin meines Chefs. Jung, zierlich, unverdorben. Und, wie ich noch bedauernd Gelegenheit bekam festzustellen, Jungfrau. Leider. Schon wieder!
Auf ihrem Schreibtisch befand sich das einzige Stadttelefon der Abteilung. Das hieß, alle auswärtigen Telefonate liefen über ihren Apparat. So ließ sich nicht vermeiden, dass sie die Telefonate mit meinen wechselnden Freundinnen verfolgen konnte. Notgedrungen war sie damit bestens über den Stand meiner jeweiligen Partnerin informiert. Weiterlesen

Übär

Alexandra. Hübsches Gesicht, strahlende Augen. Geschmackvoll gekleidet. Schlank. Sicheres Auftreten. Sie gefiel mir. Wir wurden ein Paar.
Sie war mit Schwester, Mama und Papa vor einigen Monaten von irgendwo nach Köln gezogen. Als sie hörte, dass sich mein Elternhaus im Kölner Vorort Ehrenfeld befand, verblüffte mich ihre Reaktion auf diese Information.
„In Ehrenfeld? Dort soll nur Pack wohnen. Wurde uns jedenfalls erzählt“.
„In Ehrenfeld leben etwa hunderttausend Menschen. Die sollen alle Pack sein? So einen Mist kann doch niemand glauben“, überzeugte ich sie vom Gegenteil.
„Wenn du aber meine Eltern kennenlernen solltest, sag bitte nicht, wo du wohnst. Besser ist besser“. Weiterlesen

Bittere Erkenntnis

Wir trafen uns in Siegburg. Vor einem Speise- und Tanzlokal.
Das erste Treffen mit einer Frau nach der Scheidung. Ein wenig nervös sah ich dem Abend entgegen. All das, was ich früher aus dem Effeff beherrschte, lag eine Ewigkeit zurück. War teilweise sogar entfallen.
Dann trudelte Maria ein. Wer oder was war das denn da? Wo war die biedere Frau aus dem Supermarkt geblieben?
Was da strahlend auf mich zuschwebte, war alles andere als bieder. Hätte jeder gestandenen Puffmutter Konkurrenz machen können. Gelöste Haare fielen bis zum Po. Ketten, Armreife, Ringe in ungezählten Massen. Schminke zentimeterdick. Provozierende Kleidung. Die 50-jährige präsentierte sich in einem Outfit, das oberpeinlich war. Weiterlesen

Nein, nicht schon wieder

Auf meiner Lehrstelle, der Deutschen Bank, verrichteten etliche attraktive Mädels ihren Dienst. Unter ihnen auch Heide. Die das Attribut attraktiv absolut verdient hatte. Bevor ich sie vor langer Zeit für mich gewinnen konnte, hatte Bärbel das Rennen gemacht.
Obwohl ich schon längst zu Ford
gewechselt war, begegnete mir zufällig genau diese Heide in der Kölner City. Nach Austausch üblicher Floskeln – „Wie geht es dir?“ oder „Alles klar?“ – stellte sie die von mir erhoffte Frage. Weiterlesen

Schade, sie hätte es sein können

Wochen vor meinem Urlaub in Bella Italia begegnete mir Margot. Zimmermädchen eines renommierten Hotels. Im herkömmlichen Sinne nicht hübsch. Dennoch durchaus anziehend. Neben schönen Augen zierten Sommersprossen ihr Gesicht. Ihre Figur war durchschnittlich.
Nicht mehr ganz so unreif wie in der Vergangenheit waren andere Werte wichtig geworden. Ihr Wesen war es, das mich anzog. Sie war bezaubernd. Meist lustig, ein wenig scheu. Nie schlüpfte eine bissige Bemerkung über ihre Lippen. Weiterlesen

Puder

Zum wiederholten Mal hatte 1964 Italien den Zuschlag erhalten, mir eine angenehme Urlaubszeit bereiten zu dürfen. In diesem Jahr war die Wahl auf Alassio an der Riviera gefallen.
Am gut besuchten Strand erspähte ich Dorothy – eine Engländerin. Eine hübsche, lustige, junge Frau. Ein kurzer Blickwechsel. Ein längerer hinterher. Ein eindeutiger zum Schluss. Okay, sie schien nicht abgeneigt. Weiterlesen

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