Stripperin

Es gibt Frauen, die sind für Otto Normalverbraucher einfach eine Nummer zu groß. Schuld dafür sind vielfältige Gründe. Dennoch ist der häufigste Grund wohl fehlende Barmittel. Zum Glück für die Männer beschränkt sich dieses Denken auf eine Kategorie Frauen, die menschliche Werte nicht zu schätzen wissen.
Damit bin ich auch bereits bei Ursula angelangt.
Professionelle Stripperin. Geldgeil. Leeres Hirn. Aber – ein ganz dickes Aber – von der Natur mit einem Body gesegnet, der gebrechliche Greise munter macht. Der bei treuesten Ehemännern verbotene Wünsche weckt. Der schlaflose Nächte bereitet. Der Millionäre zu Bettlern und Missionare zu Mördern macht. Weiterlesen

Schachmatt

Hundemüde. Laune im Minusbereich. Lust auf nichts. Erst recht nicht auf die acht Stunden, die ich jetzt wieder hinterm Schreibtisch hocken musste. Und das in einem Büro, in dem ausschließlich Männer ihren Lebensunterhalt verdienten.
Von denen jeder einzelne dem Verfallsdatum näher war als ich meinem Geburtsjahr. Die sich wahrscheinlich nur noch schwach an das erinnern konnten, was bei mir seit gestern Abend zur Weltuntergangsstimmung geführt hatte.
Dabei fing gestern alles recht vielversprechend an. Anita, seit drei Monaten meine Herzdame, lag nackt an meiner Seite. Meine Hormone tanzten Polka in Erwartung
auf das, was unmittelbar bevorstand. Mein Gehirn war bereits blutleer. Der rote Lebenssaft hatte sich vorsorglich auf die Reise in die untere Region begeben. Weiterlesen

Blonde Engel aus Finnland

Eines hatten Mäc und ich gemeinsam. Die Suche nach immer neuen Mädels. Eines Tages trat er mit einer – wie er glaubte – Superidee an mich heran.
„Was hältst du davon, wenn wir einfach ins Unigebäude gehen. Jeder wird uns für Studenten halten. In den Fluren laufen viele Weiber rum. Die können wir dann leicht anbaggern“, strahlte er erwartungsvoll.
„Ich glaube, du stellst dir das zu einfach vor. Nee, hab keine Lust dazu“, wehrte ich ab.
„Ich werde dir beweisen, dass ich recht habe“, antwortete er ein wenig trotzig.
Und wirklich, er lieferte den Beweis. Zwei Tage später rief er an. Und plapperte aufgeregt los. Weiterlesen

Das erste Mal

Gleichgültig um was es sich handelt, alles geschieht auf dem runden Erdball zum ersten Mal. Diese Aussage näher zu definieren erübrigt sich. Mag sein, dass ein spitzfindiger Mensch dies widerlegen kann.
Dennoch ist an einer bestimmten Tatsache nicht zu rütteln. Es handelt sich um das, was zwei Menschen tun, die sich lieben. Männlein wie Weiblein befinden sich irgendwann in der Situation, es zum ersten Mal zu tun. Dass dies nicht altersbedingt ist, versteht sich von selbst.
Um nun nicht die ganze Alterspalette bis hin zum rüstigen Rentner abzuhandeln,
widme ich mich dem Alter, in dem ich zum ersten Mal den Schritt in die Welt von Sex und Liebe wagte. Weiterlesen

Man ist so alt, wie man es braucht

Anfang zwanzig. Ein Jahr älter als mein Freund Lou. Urlaubszeit. Gemeinsam
hatten wir beschlossen, die spanische Wirtschaft mit deutschen Devisen anzukurbeln.
Eine renommierte Reisegesellschaft entführte uns zu einem 4-Sterne-Hotel auf der bundesdeutschen Kolonie Mallorca.
Die erste Enttäuschung mussten wir bereits bei der Besichtigung unseres Zimmers verdauen. Karg bis spärlich eingerichtet.
Die nächste Enttäuschung wartete im Speisesaal. Keine Frauen. Nein, ist so nicht ganz richtig. Frauen ja. Aber in einem für uns nicht akzeptablen Alter. Weiterlesen

Altkleidersammlung des Chefs

Ein Männlein von geringer Größe. Großzügig geschätzt ein Meter achtundsechzig.
Dieses Gardemaß steckte in den Schuhen meines ersten Chefs bei den Ford Werken.
Wie mich das Leben inzwischen gelehrt hatte, sind kleine Männer oft mit Komplexen behaftet. Sie waren, sind und werden es zumeist bleiben – unangenehme Zeitgenossen. Ein Paradebeispiel dafür bot Herr W. Er wollte – und tat dies gründlich – die Komplexe mit seiner Chefposition kompensieren. Hinsichtlich Chef hatte ich also wieder voll daneben gegriffen. Weiterlesen

Kündigung bei der Bank

Der Mammon lockte. Nach Ende meinerLehrzeit bei der Bank wechselte ich zu
Ford. Dort wurden meine Dienste um ein Mehrfaches honoriert. Selbstverständlich verlor ich damit den ehrenvollen Status, für eine Bank arbeiten zu dürfen!!
Wer glaubt eigentlich so einen Mist??
Neun Uhr morgens – Vorstellungstermin beim neuen Arbeitgeber.
Natürlich konnte ich auf der Bank nicht verkünden, dass sich mein Erscheinen am
nächsten Tag um unbestimmte Zeit verzögern würde. Die Bewerbung bei einem anderen Unternehmen war in den Augen der Bankbosse schlimmer als Vaterlandsverrat. So musste der oft zitierte Arztbesuch herhalten.
„Ich komme morgen Vormittag später zur Arbeit. Ich habe einen Arzttermin“, kündigte ich tags zuvor an. Weiterlesen

Scheckabteilung

Unschlüssig welchen Job ich nach Ende der Schulzeit antreten sollte, folgte ich der Berufsberatung.
„Eine Banklehre ist die ideale Basis für jeden kaufmännischen Beruf“.
So beehrte ich die Deutsche Bank mit derAufgabe, aus mir einen Bankkaufmann zu machen. Im Verlauf der zweijährigen Lehrzeit musste ich wiederholt die Erfahrung machen, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Besonders krass wurde mir dies vom Chef der Scheckabteilung demonstriert.
Der erste Zusammenstoß entstand durch ein privates Telefonat. Die Telefone in dieser Abteilung waren dergestalt, dass man an zwei Apparaten gleichzeitig jedes Gespräch führen und hören konnte.
Ein privates Gespräch mit einer Freundin. Weiterlesen

Musiknote

Ach ja, die liebenswerte Musiklehrerin der Höheren Handelsschule darf nicht vergessen werden. Sie war sehr jung, sehr hübsch und sehr unsicher. Als Pädagogin absolut noch untauglich. Ich konnte nie Noten lesen. Meine Sangeskunst hielt sich in sehr engen Grenzen. Löste Fluchtgedanken bei Zuhörern aus. Ich singe und sang zwar gerne, aber schlecht. Ein Instrument beherrschte ich nie. In der ersten Unterrichtsstunde stellte die Lehrerin die Frage, wer ein Instrument spiele. Ausnahmslos alle Finger schnellten in die Höhe. Welch eine musikalische Klasse! Frau Lehrerin strahlte. Detaillierte Nachfragen, welchem Instrument wir musikalische Töne entlocken würden, brachte nicht nur mich in Verlegenheit. Da die gängigen Instrumente wie Klavier, Gitarre, Trompete oder Schlagzeug bereits vergeben waren, fiel mir auf die Schnelle nichts ein. Weiterlesen

70-Mark-Scheine

Bester Laune betrat ich meine Hausbank. Die attraktive Kassiererin verleitete mich zu einem Scherz. Der in meinen Augen so offensichtlich war, dass keine Missverständnisse entstehen konnten.
„Wie kann ich Ihnen helfen?“
fragten zwei
himmelblaue Augen und ein roter Mund. Auf die Frage hätte ich so manchen Vorschlag auf Lager gehabt. Der wahrscheinlich nicht auf Gegenliebe gestoßen wäre. Um nun nicht wie Hinz und Kunz zu antworten, packte ich mit ernster Miene den Scherz aus.
„Ich möchte 500 Mark in 70 Mark Scheinen abheben“.
„In 70 Mark Scheinen????“ Weiterlesen

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