Der Weg des Fritz K.

Das ist eine Leseprobe aus “Der Weg des Fritz K.“

Der Weg des Fritz K. - Cover

Unter dem Erdreich verstand Fritz Korn die Welt nicht mehr. Wie, verdammt noch mal, konnte das wahnsinnige Pärchen da oben an Einzelheiten aus seinem Leben gelangt sein?  Hatten sie ihn tage-, wochen- oder monatelang beschattet? Vielleicht sogar einen Privatdetektiv beauftragt. Doch warum? Weshalb sollte jemand ausgerechnet an ihm und seinem Leben interessiert sein?

Er war ein ganz normaler Durchschnittsbürger. Verheiratet. Frau, zwei Kinder. Einfamilienhaus mit Hypotheken belastet. Einkommen ein wenig über dem Durchschnitt. Nein, bei seiner Entführung konnte es sich nur um eine Verwechslung handeln. Vielleicht lebte in Köln ein anderer Fritz Korn, der ihm ähnelte. Bei dem Lösegeld zu holen war.

Was aber, wenn das Pärchen wahllos ein Opfer gewählt hatte, um irgendwelche kranken Phantasien auszuleben? Entsetzt wurde ihm klar, dass er in diesem Fall verloren war. Verbrechen ohne Motiv wurden selten oder nie aufgeklärt. Trotz aller Verzweiflung glühte noch ein kleiner Funken Hoffnung. Hatte der verrückte Meister nicht von einer ersten Aufgabe gesprochen? Das konnte doch nur bedeuten, weitere würden folgen. Warum sollte er nicht mitspielen? Warum sollte er lügen, wenn ihm dadurch unnötig das Leben erschwert wurde? Soweit man das tatenlose Liegen im Sarg noch als Leben bezeichnen konnte.

„Wenn es den Idioten da oben Freude bereitet, zu hören, was sich in meinem Leben abgespielt hat, werde ich sie reichlich mit Stoff füttern. Sollen sie sich doch daran aufgeilen. Hauptsache ich lebe so lange, bis man mich hier unten findet“, redete er sich seine Situation schön, bevor er vor nervlicher Erschöpfung in einen gnädigen Schlaf fiel.

ASIN: B00BW2KIK2
Format: Kindle Edition

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Hubert
Unabhängig davon, ob ich einen Krimi, einen normalen Roman oder ein Tierbuch schreibe, achte ich darauf, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Zudem kann ich als Kölner kein Blatt vor den Mund nehmen. Das Ergebnis ist ein locker, flockiger Schreibstil, der auch die Erotik nicht außen vor lässt.
Hubert

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